Wenn eine Zutat nicht mehr geeignet ist, lass sie weg oder ersetze sie passend zum Gericht. Verändern solltest du das Rezept – nicht deine Einschätzung eines verdorbenen Lebensmittels.
Diese Wechsel funktionieren in unkomplizierten Gerichten
| Es fehlt | Mögliche Alternative | Darauf achten |
|---|---|---|
| Ein Gemüse in einer Pfanne | Ein anderes einwandfreies Gemüse | Feste Sorten früher, zarte später garen |
| Kichererbsen | Gegarte Bohnen oder Linsen | Abtropfmenge und gewünschte Konsistenz beachten |
| Frische Kräuter | Passende getrocknete Kräuter | Weniger nehmen und abschmecken |
| Ein Teil der Milch im Porridge | Wasser oder passender Pflanzendrink | Geschmack und mögliche Allergene ändern sich |
| Sahne zum Abrunden einer Suppe | Weglassen oder beim Servieren passenden Joghurt zugeben | Joghurt kann bei starker Hitze ausflocken |
Beim Backen ist die Funktion entscheidend
Ei, Mehl und Backtriebmittel sind keine beliebig austauschbaren Geschmackszutaten. Sie bestimmen Struktur, Bindung und Lockerung. Wenn mehrere Grundzutaten fehlen, wähle besser ein Rezept, das für deine vorhandenen Zutaten entwickelt wurde.
Ein Backpulverwechsel ist nicht automatisch mengenidentisch mit Natron. Natron braucht unter anderem eine passende Säuremenge; eine pauschale Ersatzregel kann das Ergebnis ungenießbar machen.
Beim Haltbarmachen nicht improvisieren
Für Einkoch- und Fermentationsverfahren gelten strengere Regeln. Salz, Säure, Zucker, Konsistenz und Mengen können Teil des geprüften Sicherheitskonzepts sein. Ändere diese Bestandteile nicht nach dem Prinzip „wird schon passen“.
Für ein Abendessen kannst du aus einer geplanten Quiche eine Gemüsepfanne machen. Für eine ungekühlt zu lagernde Konserve brauchst du ein passendes geprüftes Verfahren.