Kartoffeln brauchen eine andere Prüfung als eine weiche Banane. Grüne Stellen und Keime können auf erhöhte Gehalte an Glykoalkaloiden hinweisen.
Diese Kartoffeln aussortieren
Das BfR rät, alte, eingetrocknete, grüne oder stark keimende Kartoffeln nicht zu verzehren. Kleine grüne Stellen und Augen an ansonsten einwandfreien Knollen großzügig entfernen. Bei großflächiger Veränderung nicht versuchen, die ganze Knolle durch Schälen zu retten.
Glykoalkaloide wie Solanin sind natürliche Abwehrstoffe. Kochen macht eine ungeeignete Kartoffel nicht zuverlässig wieder sicher. Bitter schmeckende Kartoffelgerichte nicht weiteressen; das Kochwasser nicht weiterverwenden. Kleine Kinder sollten Kartoffeln nur geschält essen.
BfR: Grüne und stark keimende Kartoffeln aussortieren
Wenn die Kartoffel noch geeignet ist
Verwende feste, einwandfreie Knollen zeitnah. Schälen, Augen und gegebenenfalls kleine grüne Stellen großzügig entfernen und für ein normales Kartoffelgericht garen. Für einen Kartoffelstampf brauchst du kein spezielles Rettungsrezept: gegarte Kartoffeln zerstampfen und mit etwas warmer Milch oder frischem heißem Wasser auf die gewünschte Konsistenz bringen.
Gekochte Kartoffeln vom Vortag sind wiederum nach ihrer Lagerung zu beurteilen. Sie müssen nach dem Garen zügig gekühlt worden sein. Die Regeln für gekochte Reste gelten auch hier.
Für die nächste Einkaufsmengenentscheidung
Lagere rohe Kartoffeln dunkel, kühl und trocken, passend zu den Angaben des Anbieters. Kaufe eine Menge, die du unter deinen Lagerbedingungen tatsächlich verbrauchst. Ein großer Sack lohnt sich nicht, wenn die Hälfte vor der Verwendung stark austreibt.
Kontrolliere den Vorrat regelmäßig und sortiere ungeeignete Knollen aus. Ein freigeräumter, passender Lagerplatz ist hilfreicher als immer neue Rezepte für bereits problematische Kartoffeln.