Der sichtbare Fleck ist nicht unbedingt der ganze Befall. Bei vielen Lebensmitteln lautet die sinnvolle Entscheidung deshalb: das betroffene Lebensmittel entsorgen.
Nicht probieren, um Sicherheit zu gewinnen
Schimmelverdächtige Lebensmittel nicht kosten und nicht direkt daran riechen. Schimmelpilze können sich im Inneren ausbreiten; mögliche Giftstoffe lassen sich nicht zuverlässig durch Abwaschen oder Kochen beseitigen.
Bei weichen und wasserreichen Produkten wie Joghurt, Quark, weichem Obst, Saucen und Konfitüre reicht das Abheben der obersten Schicht nicht. Den betroffenen Inhalt vollständig entsorgen.
Der Sonderfall Brot ist keiner
Bei Brot und Toast nicht nur die sichtbare Stelle entfernen. Auch der restliche betroffene Laib beziehungsweise die geschnittenen Scheiben aus der betroffenen Packung gehören weg. Trockene Brotkrumen lassen sich verwerten, schimmelige nicht.
Verbraucherzentrale: Haltbarkeit und Lagerung
Edelschimmel und unbekannter Belag
Ein absichtlich mit bestimmten Kulturen hergestellter Käse ist etwas anderes als unerwarteter Schimmel auf irgendeinem Lebensmittel. Wenn du nicht weißt, ob ein Belag zum konkreten Produkt gehört, frage den Hersteller. Eine ähnliche Farbe auf einem Foto reicht zur Unterscheidung nicht.
Danach den Aufbewahrungsort prüfen
- Betroffene Lebensmittel so entsorgen, dass der Befall nicht weiter verteilt wird.
- Andere Waren am gleichen Lagerplatz kontrollieren.
- Brotkasten, Dose oder Kühlschrankfach gründlich reinigen und trocknen.
- Neue Lebensmittel erst in den trockenen, sauberen Behälter legen.
Wenn Brot regelmäßig vor dem Verbrauch schimmelt, friere einen Teil frühzeitig in Scheiben ein. Lasse Lebensmittel nach dem Waschen gut abtrocknen, bevor du sie passend lagerst. Feuchte Krümel und geschlossene, nasse Behälter sind kein guter Start für die nächste Packung.