Saisonales Einkaufen kann die Planung vereinfachen. Für weniger Lebensmittelabfall zählt aber vor allem, dass du die gekaufte Menge auch verwendest.
Ein Kalender ist eine Orientierung
Wetter, Anbauform und Region verschieben Erntezeiten. Heimische Lagerware ist nicht dasselbe wie frisch geerntete Ware, kann aber außerhalb der Erntezeit eine passende Wahl sein. Ein Etikett mit Herkunft und Anbauinformation hilft bei der konkreten Entscheidung im Laden.
Für einen detaillierten Monatsvergleich nutze den Saisonkalender des Bundeszentrums für Ernährung. Die Kalenderangaben ersetzen weder die Herkunftsangabe am Produkt noch deinen Blick auf die Qualität.
So planst du mit dem Angebot
- Wähle ein oder zwei Gemüsearten, die gerade in guter Qualität angeboten werden und die du gern isst.
- Plane ein erstes Gericht und eine zweite Verwendung.
- Kaufe nur die Menge, die in diesen Plan passt.
- Berücksichtige, welche Zutaten schnell verarbeitet werden müssen und welche sich passend lagern lassen.
Beispiel für einen flexiblen Einkauf
Du möchtest eine Gemüsepfanne und eine Suppe kochen. Dafür brauchst du keine fünf Sorten in großen Mengen. Zwei passende Gemüsearten, eine Zwiebel und vorhandene Hülsenfrüchte können ausreichen. Ein Teil wird direkt verwendet, der Rest passend gelagert und fest für den nächsten Kochtag eingeplant.
Ein Angebot ist kein Auftrag zum Großeinkauf
Eine volle Kiste Obst kann sinnvoll sein, wenn du sie zeitnah aufbrauchst, mit jemandem teilst oder ein geeignetes Verfahren zum Haltbarmachen vorbereitet hast. Ohne diese Planung wird ein guter Kilopreis schnell teuer.
Für den Einkauf genügt oft die Frage: „Was koche ich damit, und wann?“ Sie verhindert mehr unnötige Reste als ein auswendig gelernter Jahreskalender.