Gekochte Reste richtig kühlen und aufwärmen

Eine Schale gekochter Reis neben einem Löffel
Symbolbild · KI-generiert

Die zweite Portion ist praktisch für morgen. Damit sie dafür geeignet bleibt, beginnt die Aufbewahrung direkt nach dem Kochen – nicht erst kurz vor dem Schlafengehen.

Nach dem Essen zügig kühlen

Teile größere Mengen in kleine, flache Behälter auf. So kühlen sie schneller als in einem tiefen Topf. Lass Speisereste nicht stundenlang bei Raumtemperatur stehen. Den Kühlschrank auf höchstens 7 °C einstellen, besser unter 5 °C; strengere Vorgaben auf Lebensmittelpackungen haben Vorrang.

Beschrifte Behälter mit Inhalt und Zubereitungsdatum. Stelle sie sichtbar in den Kühlschrank, ohne rohe tierische Lebensmittel darüber auslaufen zu lassen. Saubere, geschlossene Behälter schützen vor Kontakt mit anderen Lebensmitteln.

BfR: Schutz vor Lebensmittelinfektionen im Privathaushalt (PDF, 2020)

Besonders wichtig bei Reis und Nudeln

Sporen von Bacillus cereus können das Kochen überstehen. Bei ungünstiger Lagerung können sich Keime vermehren und Giftstoffe bilden. Bereits gebildetes Cereulid wird durch erneutes Erhitzen nicht unschädlich. Ein Topf Reis, der über Nacht draußen stand, wird daher nicht durch eine heiße Pfanne gerettet.

Das LAVES empfiehlt, Reis und Nudeln sofort in kleinen Portionen zu kühlen, mit einer Abkühlung innerhalb von 120 Minuten auf unter 7 °C. Plane solche Reste möglichst für den nächsten Tag ein. Ist die Lagerung unklar, verlasse dich nicht auf einen Geruchstest.

LAVES: Nudeln oder Reis von gestern noch essen?

Die passende Portion erwärmen

Erwärme nur, was jetzt gegessen wird. Speisen überall für mindestens zwei Minuten auf 70 °C erhitzen. In der Mikrowelle zwischendurch umrühren und auch die Mitte berücksichtigen; eine heiße Oberfläche reicht nicht. Ein Küchenthermometer hilft bei dicken oder ungleichmäßigen Portionen.

Du musst aus Resten kein neues aufwendiges Gericht machen: Eine gut gekühlte Gemüsesuppe kann am nächsten Tag noch einmal eine Suppe sein. Etwas Brot oder eine frische Beilage genügt.

Für später einfrieren

Wenn du die Reste nicht zeitnah essen wirst, friere sie nach dem zügigen Abkühlen portionsweise ein. Notiere auch hier das Datum. Auftauen im Kühlschrank planen; bei der Zubereitung vollständig durcherhitzen. Einfrieren verlängert die Aufbewahrung einwandfreier Speisen, setzt aber eine fragwürdige Vorgeschichte nicht zurück.

Drei Fragen vor dem Essen

  • Weißt du, wann die Speise zubereitet wurde?
  • Wurde sie zügig gekühlt und seitdem passend gelagert?
  • Ist sie ohne Verderbzeichen und für die Person geeignet, die sie essen soll?

Wenn eine entscheidende Antwort fehlt, ist die sicherere Entscheidung, die Speise nicht zu verwenden. Beim nächsten Mal hilft die Beschriftung mehr als das Rätselraten am geöffneten Behälter.

Die nächste Verwendung im Küchenzettel planen

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